




|
Reisenotizen
Das Autofahren
auf Island war unproblematisch. Allerdings beschränkten wir uns auch
auf Touren, die meist über geteerte Straßen führten. Zudem
mieden wir - nicht zuletzt auch aus Zeitgründen - das Hochland. Hier
lag im April noch Schnee. Die Straßen sind meist zweispurig, manchmal
aber angeteert und häufig recht eng. Einzig die Straße zwischen
dem Flughafen in Keflavik und Reykjavik wurde 2004 autobahn-ähnlich
ausgebaut.
Den Sinn dieses Verkehrsschildes erkennt auch, wer kein isländisch beherrscht:
Der geteerte Bereich endet, ab jetzt geht die Fahrt auf einer Schotterpiste
weiter. Das war aber insgesamt unproblematisch, obwohl wir bei Hertz nur
einen kleinen Toyota ohne Allrad-Antrieb gemietet hatten.
Am zweiten Abend hatten wir in Reykjavik das kleine private
Kino "Red Rock Cinema" besucht. Dort gibt es faszinierende Aufnahmen von
Vulkan-Ausbrüchen auf Island zu sehen, die der Kinobetreiber Osvaldur
Knudsen selbst gefilmt hat. Ist gerade ein Vulkan aktiv, ist das Kino folglich
geschlossen. Die Aufnahmen waren beeindruckend, leider war die technische
Ausstattung weniger professionell, worunter die Bildqualität sehr litt.
Schade!
Das Kino ist direkt neben der deutschen Botschaft zu finden. Dort gegenüber
markiert dieser Berliner Bär, dass es von hier 2380 Flugkilometer in
die deutsche Hauptstadt sind...
Immer wieder habe ich angehalten, um eine der typischen isländischen
Kirchen zu fotografieren. Ihre Vielzahl lässt vermuten, dass der christliche
Glaube in Island weit verbreitet ist. Noch mehr allerdings ist der Aberglaube
an Elfen, Trolle und Gnome in der Bevölkerung verwurzelt. Jeder zweite
der knapp 300000 Isländer glaubt an sie. Selbst beim Bau von Straßen
und Häusern wird auf die vermeintlichen Wohnstätten dieser Wesen
Rücksicht genommen.
|
|