Organ Pipe Cactus National Monument
Der Weg ins Organ Pipe Cactus National Monument ist weit. Ganz im Süden von Arizona liegt dieses Schutzgebiet, unmittelbar an der Grenze zu Mexiko – so nah, dass mein Handy sich auch gleich ins mexikanische Netz einbuchte...

Doch die in jedem Fall weite Anfahrt lohnt sich! Wir hatten auch hier den richtigen Zeitpunkt erwischt. Es war angenehm warm (über 30 Grad), aber nicht zu heiß. Die meisten der 200 Plätze auf dem Campingplatz waren dennoch schon frei. Völlig unnötig waren die Gedanken, ob wir hier Ende März noch einen Platz bekommen würden. Nur in den Monaten Dezember bis Februar könne es eng werden, erzählte uns der Camphost.

Seinen Namen verdankt dieses Schutzgebiet den an Orgelpfeifen erinnernden Kakteen, die ausschließlich in diesem Gebiet wachsen.


Auch hier blühten einige andere Kakteen-Arten.

Eine beeindruckende Fahrt führt über den Ajo Mountain Drive. Er ist 21 Meilen lang und mit einem Wohnmobil nicht wirklich zu empfehlen, denn größtenteils ist er nicht asphaltiert und in einem weniger guten Zustand. Doch das war angesichts der eindrucksvollen Natur schnell vergessen.

Die Kakteen bildeten hier geradezu Wälder, so dass die Straße kaum zu sehen war. Natur pur – und einmal mehr waren wir hier fast für uns. Nur wenige andere Touristen verirrten sich an diesem Tag auf den Scenic Drive. Besonders gefallen haben uns die Wanderungen in den Arch Canyon hinein sowie auf dem Estes Canyon Trail.

Doch auch in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes lohnte sich das Wandern. Diese Aufnahme entstand am Desert View Trail. Wir hatten dabei das Glück, keiner Klapperschlange zu begegnen. Andere Camper hingegen machten wenige Minuten nach uns Bekanntschaft mit einem Exemplar der hier recht häufigen Schlange.

Eine Infrastruktur gibt es hier kaum: Der Campingplatz bietet eine Dumpstation, aber keinen Strom an den einzelnen Stellplätzen. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants befinden sich im Örtchen Why in 22 Meilen Entfernung. So bleibt dieser Eindruck: Natur, so weit das Auge schaut – in diesem Fall bis hinüber nach Mexiko...