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Zion
National Park Einen
Tag später als geplant kamen wir in den Zion Nationalpark
und waren gespannt, was uns erwarten würde. Immerhin waren
für den Tag zuvor Schneefälle angekündigt worden.
Als wir ankamen, sahen wir davon nichts – so tief hingen
die Wolken und es regnete. Doch am nächsten Morgen lichteten
sich schon bald die Wolken und wir erlebten den Zion Nationalpark
von seiner schönsten Seite.
Die erste
kurze Wanderung führte uns auf den Watchman View Trail. Hier
geht es vom Besucherzentrum aus eine Stunde aufwärts –
und dann bilden die Berge eine unbeschreibliche Kulisse.
Für
eine erste Orientierung waren wir mit dem kostenlosen Shuttle Bus
den Zion Canyon abgefahren. An den Felswänden hatten sich
nach den Regen- und Schneefällen Wasserfälle gebildet,
die aber schon nach wenigen Stunden wieder verschwunden waren.
Dies war
der Blick auf das Ziel unserer längsten Wanderung hier:
Angels Landing, ein rund 500 Meter über den Talgrund
emporragender Felsen.
Die erste
Stunde bis zum „Scout Overlook“ ist zwar durchaus
anstrengend, da es in 21 Spitzkehren nach oben geht, aber
letztlich ist das alles nur ein Spaziergang. Nun sind es zwar nur
noch 800 Meter zum Ziel – die jedoch haben es in sich. Denn
der Weg führt nun über einen schmalen Felsrücken.
Links und rechts geht es über 400 Meter steil hinunter! Es
wirkt fast unwirklich, dass es hier einen Wanderweg gibt.
Tatsächlich befindet sich hier an den meisten Stellen eine
Kette, so dass man sich immer gut festhalten kann. Das tun nicht
alle Wanderer in guter Weise – zahlreiche Warntafeln
berichten davon, dass es hier in den letzten Jahren sechs Tote
gegeben hat.
Zunächst
hatte ich zu großen Respekt, dann wagte ich es doch –
und wurde nach einer knappen Stunde mit diesem Ausblick auf den
Zion Canyon belohnt!
Durch die
exponierte Lage von Angels Landing gehen die Blicke überall
hinunter ins Tal und auf die gegenüberliegenden Felswände.
Hier auch zu sehen ist die Kette – und der nahe Abgrund.
Dieses
Bild entstand etwas später oberhalb von Angels Landing in
Richtung West Rim Trail. Die Ausblicke waren nicht minder
imponierend.
Dein
weitgehend unbekannter Teil des Zion Nationalparks sind die Kolob
Canyons. Sie sind mit dem Fahrzeug nur über einen weiten
Umweg zu erreichen. Der Eingang zu diesem Park-Bereich befindet
sich direkt an der Interstate 15. Ein Abstecher hierher lohnt
sich. Wir haben hier eine schöne Wanderung zur Double Arch
Alcove (hier ist der Weg das Ziel!) gemacht und genossen, hier
(im Gegensatz zum Zion Canyon) nahezu allein unterwegs zu sein.
Noch ein
Blick in die Kolob Canyons. Die Gipfel waren noch schneebedeckt.
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