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Besler

Deutschland (Landkreis Oberallgäu)
Entfernung: ca. 50 Kilometer
Tagestour am 21.07.2010

 

 
Schon mehrfach war mir das markante Beslermassiv bei Fahrten über den Riedbergpass aufgefallen. Nun war es soweit: Wir starteten eine Wanderung auf diesen Berg zwischen Balderschwang und Fischen im Allgäu. Ausgangspunkt war der Parkplatz unterhalb der Passhöhe, ganz in der Nähe von Grasgehren.



 
Markant ist das Massiv einerseits aufgrund der Formation: Es ragt wie eine Wand aus den umliegenden Wiesen heraus. Andererseits besteht es aus helvetischer Kreide – und unterscheidet sich damit deutlich von den umliegenden Bergen der Nagelfluhkette.



  Der Kontrast zwischen dem Gestein und dem saftigen Grün der Wiesen begeisterte uns schon beim Aufstieg.

 

  Hier geht der Blick nach Norden: Rechts das Riedberger Horn, links daneben im Hintergrund der Hochgrat, der Seelekopf und der Falken als Teil der Nagelfluhkette.



  Auf dem Kamm oben angekommen, verließen wir den ausgeschilderten Weg zum Besler und wanderten zunächst hinüber zum 1655 Meter hohen Beslerkopf. Hier fehlt zwar jegliche Ausschilderung, aber der Weg ist nicht zu verfehlen.



Das weit sichtbare Kreuz auf dem Beslerkopf weist den Weg...

 

Vom Gipfel des Beslerkopf geht der Blick in fast alle Richtungen. Besonders imposant  ist der nahe Schafkopf im Westen zu sehen.



Richtung Süden ist der Ifen zu sehen. Er zählt bereits zum Kleinwalsertal.

 

Nur wenige Wanderer waren an diesem schönen Tag unterwegs – so ließ sich auch das eine oder andere Tier blicken. Überraschenderweise zählte dazu inmitten der Bergwelt und fernab eines Baches dieser Frosch.

 

Nun ging es hinüber zum Besler (1679 Meter). Er kann über einen Wanderweg oder einen Klettersteig erreicht werden. Das setzt allerdings die passende Ausrüstung voraus. Von hier aus sind die Blicke nach Osten schön (allerdings wohl eher am Nachmittag – bei uns ging der Blick gegen die Sonne). Schön zu sehen ist u.a. Oberstdorf mit dem dahinter liegenden Nebelhorn.


Auch Sonthofen mit dem dahinter liegenden Grünten ist zu sehen.



Und dieser Blick vom Besler-Gipfel zeigt den weiteren Verlauf des Wanderweges. Wir wanderten über die obere Gund-Alpe und die Herzberg-Alpe zurück. Das ist allerdings nicht unbedingt eine empfehlenswerte Route, da sie teilweise recht steil und ohne wirkliche Sicht durch einen Wald (hier links im Bild) verläuft.


Noch ein Blick zurück auf den Besler-Gipfel. Insgesamt hat uns die Wanderung total beeindruckt. Bislang haben wir noch keinen anderen Berg erwandert, von dem aus so ein kompletter Überblick über die Allgäuer Bergwelt zu sehen ist. Quasi von oben hatten wir den perfekten Blick von der Nagelfluhkette im Norden bis zu den Gipfeln des Kleinwalsertales im Süden. Im Westen der Blick in Richtung Schweizer Alpen und im Osten die Oberstdorfer Berge. Toll!



Nach der fünfstündigen Wandertour (mit ausgiebigen Pausen, reine Wanderzeit etwa 3,5 Stunden) gönnten wir uns eine Abkühlung im Rottachsee.