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Helgoland
"Grün ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Sand - das sind die Farben von Helgoland" - die einzige deutsche Hochsee-Insel lockte! Die rund dreistündige Schifffahrt von Wilhelmshaven aus wollten wir jedoch nur bei einwandfreiem Wetter mit möglichst wenig Seegang antreten. Doch auch für diese Tagestour hatten wir das richtige Wetter. Und so ging es für einige Stunden nach Helgoland. Sehr günstig war dabei, dass es eine kostenlose Zubringerfähre von Eckwarderhörne (10 Minuten von unserem Ferienhaus aus) nach Wilhelmshaven gab. So blieb das Auto an diesem Tag stehen...
Das Wahrzeichen der Insel, die "Lange Anna" lockte. Und wir werden nun sicher noch etwas gespannter verfolgen, wie lange dieser Fels noch steht. Die Nordsee nagt, trotz Schutzmauer, bedrohlich an ihm.
 

Einsame Natur lässt sich auf Helgoland kaum erleben - die Tagestouristen kommen fast gleichzeitig aus Süd und Ost an und so fanden wir uns schnell inmitten von Senioren- und Schülergruppen wieder. Da hieß es, auch mal vom Klippen-Rundweg, der rund um die Insel führt, abzuweichen. So beispielsweise auf den "Pinneberg", die mit rund 60 Metern höchste Erhebung der Insel und gleichzeitig den höchsten Punkt des schleswig-holsteinischen Landkreises Pinneberg, zu dem Helgoland gehört.


Ein wenig Einsamkeit erlebten wir beispielsweise, als wir quer durch die Wiesen an die Westküste hinunten spazierten. Hier gibt es einen schönen Blick auf die "Lange Anna", ausnahmsweise nicht von den Felsen oben, sondern auf Meeresniveau. Ebenfalls sehr gut zu sehen waren dabei die verschiedenen Maßnahmen zur Sicherung der Insel vor Stürmen.


"Lobt Gott, der Himmel und Sonne schuf" - es ist uns immer wieder eine Freude, inmitten der Natur zu sehen, dass auch andere Menschen den offenbaren Zusammenhang zwischen der Schöpfung und unserem Herrn sehen. Auf Helgoland war dies entlang des Klippenrundweges wieder einmal der Fall...


Nach gut dreieinhalb Stunden war unser Aufenthalt auf Helgoland schon wieder beendet. Ein Highlight zum Ende war zweifellos das Übersetzen vom Hafen der Insel mit dem Börteboot zum Schiff (mit dem der "Landgang" auch schon begonnen hatte). Das mag mancher Helgoland-Besucher bei starkem Seegang anders sehen. Wir fanden diese besondere Art des Transportes durchaus erlebenswert.


Ein letzter Blick auf Helgoland von "unserem" Schiff, der "Wilhelsmhaven" aus. Lohnt sich die insgesamt sechsstündige Schifffahrt für einen dreieinhalbstündigen Aufenthalt? Unsere eindeutige Antwort: Ja! Diese Insel hat etwas Besonderes - und das ist nicht der zollfreie Einkauf (den wir mangels Interesse an preiswertem Alkohol und Zigaretten nicht nutzten).