Museen
Eine Vielzahl von
Museen lockt an der Nordsee-Küste. Einerseits gibt es hier viele typische
Sammlungen und Informationen - andererseits ist dies natürlich auch
das typische "Schlechtwetter-Programm". Mangels schlechtem Wetter kamen
die Museums-Besuche auf unserer Reise etwas zu kurz. So waren wir beispielsweise
nicht im Wattermeerhaus in Wilhemshaven, das zweifellos einen Besuch wert
ist (soweit hatten wir uns vorab informiert).
Marine-Museum
Wilhelmshaven
Dagegen besuchten
wir das relativ neue Marine-Museum in Wilhelmshaven. Hier kann u.a. auch
ein U-Boot besichtigt werden. So waren es auch die "Originale", die uns
besonders interessierten. Das ansonsten recht passive Betrachten kam bei
Julia und Jan weniger an.
Meerwasser-Aquarium
Wilhelmshaven
Eigentlich wollten
wir den "Zoo am Meer" in Bremerhaven besuchen. Doch ist der bis zum Sommer
2003 geschlossen. So besuchten wir das Meerwasser-Aquarium in Wilhemshaven
- und wären beinahe an der Kasse umgedreht: Stolze 26 Euro kostete
die Familienkarte im September 2002. Der Reiseführer hatte deutlich
untertrieben. Demnach hätten es runde 10 Euro sein sollen.
Der Aufbau des Aquariums
ist recht ansprechend - und gibt einen Einblick in die Tierwelt da draußen
im Meer. Sehr umfangreich ist er allerdings nicht - und nach dem Schock
an der Kasse folgte nach 45 Minuten des Betrachtens ein weiterer: Der Ausgang
war bereits erreicht...
Wäre da nicht
gerade die Fütterung der Seehunde angestanden ("süß..."),
die Enttäuschung über diese Attraktion wäre deutlich größer
gewesen. So bleibt das Fazit: Durchaus sehenswert, aber für Familien
viel zu teuer und als Ganztages-Aktivität ungeeignet.
Schifffahrtsmuseum
Bremerhaven
Ein wahres Highlight
war einige Tage später der Besuch des Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven.
Hier erkannten wir recht schnell, dass die vielen Ausstellungsstücke
und Informationen im Gebäude zwar zweifellos interessant sind - vor
allem aber die Schiffe im Außengelände lockten. Da wir uns zudem
nur einen Nachmittag für das Museum Zeit genommen hatten, konzentrierten
wir uns darauf.
Im Gebäudekomplex
ein "Muss" ist die über 600 Jahre alte Hanse-Kogge. Sie wurde vor
40 Jahren entdeckt und soweit möglich rekonstruiert. Das faszinierte
sogar unseren Nachwuchs!
Vor allem aber auf
den Schiffen im Außenbereich war das Interesse sehr groß. "So
wenig Platz ist da zum Schlafen?", war nur eine der Feststellungen von
Jan. Und er musste am Steuer der 'Seute Deern' natürlich auch mal
Kapitän spielen. Fazit: Dieses Museum ist ein nach unserer Überzeugung
ein Muss für Nordsee-Urlauber, die nach Bremerhaven kommen. Übrigens
hatten wir unser Auto auf der anderen Weser-Seite in Blexen stehen lassen,
sind mit der Fähre nach Bremerhaven gefahren und dort die wenigen
hundert Meter zu Fuß zum Museum gelaufen.
Museum Fedderwardersiel
Ein kleiner Ersatz
für das von uns nicht besuchte Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven war
wohl das Museum in Fedderwardersiel. Es zeigte vieles über das Leben
am und im Watt. Besonders interessant für uns: Das Gezeiten-Modell,
das in 12 Minuten zeigt, was sonst 12 Stunden dauert.