...am
Rande notiert
So ganz anders als
erwartet, waren die Eindrücke, die wir bei unserer ersten Reise an
die Nordsee sammelten. Das mag vor allem am hervorragenden Wetter gelegen
haben. Aber da war doch noch einiges mehr, was mir sonst noch so auffiel...
Eine der Gegenleistungen
für die hohe Kurtaxe (wir zahlten für die zwei Wochen für
zwei Kinder und zwei Erwachsene immerhin rund 75 Euro) war der freie Eintritt
einige Strandbäder. Das machte bei den durchaus erträglichen
Wassertemperaturen auch richtig Spaß.
In Cuxhaven besuchten
wir einen Gottesdienst der dortigen Freien evangelischen Gemeinde. Die
relativ weite Anfahrt lohnte gleich mehrfach: Der Gottesdienst war ausgesprochen
ansprechend, das Wetter war (wieder einmal...) prächtig und zudem
schauten wir uns ein wenig Cuxhaven an - wie hier den Aussichtspunkt "Alte
Liebe". Da wir nicht in Hamburg waren, gab es hier den einzigen Blick auf
die zahlreichen größeren und kleineren Schiffe, die zwischen
Hamburg und der Nordsee pendeln. Cuxhaven ist das südwestliche Ende
der Elbe-Mündung und liegt damit an der meist befahrenen Schifffahrtsroute
der Welt.
Am Sandstrand von
Cuxhaven gab es denn auch Spiel und Spaß für unsere Kinder mit
großen Frachtschiffen im Hintergrund.
Typisch Nordsee?!
So manches Motiv fotografierte ich, das ich für so richtig typisch
hielt. Für manchen Einheimischen mag ein Fischkutter nichts Besonderes
sein - zuhause bei uns im Allgäu sieht man sie nun einmal recht selten...
:-)
Und auch das war
ein besonderes Motiv für mich: Da liegt ein kleines Motorboot mitten
im Watt. Wenige Stunden später kam die Flut und einem Bootsausflug
hätte nichts im Wege gestanden. Der ständige Wechsel von Ebbe
und Flut - er faszinierte mich immer wieder.
Damit es endgültig
kitschig wird: Die Weite des Wattenmeeres samt Möwe - für mich
ein ganz typischer Eindruck auf dieser Reise.
Sehr gut gefallen
hat uns die Wanderung um das "Schwimmende Moor" am Jadebusen südlich
von Butjadingen. Dabei handelt es sich um ein Moor, das bei jeder Flut
unterspült wird und dann auf dem Meerwasser schwimmt. Die Salzwiesen
drumherum und der (im September) verlassene Campingplatz - das waren alles
interessante Eindrücke. Dass es in Deutschland so einsame Gegenden
gibt - das war wirklich erstaunlich!.
Und das war der
Gegensatz zur Natur: Den einzig richtig trüben Tag unseres Urlaubs
nutzten wir zu einer Visite in Bremen. Die Stadt hat uns gar nicht gefallen
- was vor allem an den vielen Baustellen in der Stadtmitte lag. Da hatten
wir wohl den falschen Zeitpunkt erwischt. Etwas außerhalb ging's
in das Einkaufszentrum "Weserpark", das mit rund 100 Geschäften zu
den größten seiner Art in Deutschland zählt.
Mitten in einer
Wiese der Hinweis, dass einem hier abgestellten Auto die Überflutung
droht - auch das gibt's im Bereich des Wattenmeeres...
Wellenreiten an
der Nordsee? Fast sieht es so aus, als hätte hier unser Jan eine Welle
gefunden. Doch das Bild lügt: Die Welle ist selbst erzeugt. Die Nordsee
zeigte sich - mangels Wind? - während unseres Urlaubs nämlich
nahezu wellenlos.
Dass ich mindestens
einmal in der Nordsee schwimmen würde - das hatte ich mir vorgenommen.
Dass es gleich mehrfach (auf Langeoog, in Burhave, Cuxhaven und Eckwarderhörne)
dazu Gelegenheit geben würde - das hätte ich nicht gedacht. Da
spielte nicht nur das Wetter mit - auch die Flut-Zeiten lagen günstig.
Und das darf zum
Ende dieses Reiseberichtes natürlich nicht fehlen: Die Sonnenuntergänge
über dem Watt im Jadebusen - sie hatten was!