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Nairobi
Welche Gegensätze
erlebten wir in der kenianischen Hauptstadt Nairobi! Unser Hotel, das Holiday
Inn, erlebten wir als eine Insel des Komforts inmitten dieser Dritte-Welt-Metropole.
Hier war kein Unterschied zu irgendeinem anderen guten Hotel rund um den
Globus auszumachen. Wobei die Rollenverteilung eindeutig war: Die Gäste
waren (fast) ausschließlich Weiße, die Angestellten Farbige...
Um die Innenstadt konnten wir aufgrund der Verkehrssituation zwar keinen
Bogen machen. Einen Sightseeing-Trip zu den (wenigen) Sehenswürdigkeiten
haben wir aber nicht unternommen. Die Warnungen vor der Kriminalität
auf den Straßen hatten wir vorab dem Internet und allen Reiseführern
entnommen. Und im Hotel wurden sie ebenso verstärkt wie von unserem
Freund Shadrack. So gab es nur einen flüchtigen Blick auf das Parlamentsgebäude
aus dem Auto heraus...
Ganz anders erlebten wir Nairobi im Vorort Karen. Dort besuchten wir das
"Karen Blixen Museum". Es handelt sich um jenes Farmhaus, das die Dänin
Karen Blixen Anfang des 20.Jahrhunderts "am Fuße der Ngong-Berge" besaß.
Millionen Menschen kennen es aus ihrem Roman und dessen Verfilmung "Jenseits
von Afrika". Hier draußen war es möglich, die wenigen hundert
Meter zum Karen-Blixen-Restaurant zu Fuß zu gehen. In der Innenstadt
war die Angst vor der Kriminalität allgegenwärtig. Hier in Karen
erlebten wir Nairobi friedlich und schön... Die Stunden im Garten des
Restaurants, in dem wir mit unseren Freunden zusammen saßen, zählten
zu den schönsten des ganzen Urlaubs.
Aber es gibt auch jene Seite von Nairobi: Die viele Kilometer hinaus wuchernden
Armen-Siedlungen. Hier leben Menschen ohne fließendes Wasser und ohne
Strom - und doch sind sie froh, nicht in einem der Slums von Nairobi zu leben.
Immerhin sind hier draußen die Häuser gemauert. Unser Freund Shadrack
zeigte uns, wo er seine erste Wohnung hatte, als er 2000 in die Hauptstadt
kam. Inzwischen wohnt er zwar nur geringfügig näher am Stadtzentrum,
hat nun aber Wasser (und damit WC und Küche) sowie Strom in der Wohnung.
Zu sehen, wie in Nairobi Millionen Menschen leben müssen, hat uns sehr
beeindruckt und lässt uns hoffentlich in Zukunft noch zufriedener sein
mit unserem Leben, wie wir es in Deutschland führen dürfen!
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