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Reisenotizen
Viele Fotos
habe ich aus Kenia mit nach Hause gebracht, aber keines beschreibt jene Eindrücke,
die Reiseführer gewöhnlich als "Kulturschock" bezeichnen. Zu sehen,
wie die Menschen in Kenia leben, das war teilweise wirklich ein Schock. Es
gibt dort Slums aus Wellblech- und Karton-Hütten, vor allem aber Millionen
Menschen ohne Arbeit. Diese Eindrücke waren vor allem in und um Nairobi
dauerpräsent. Ganz anders erlebten wir die Menschen auf dem Land. Sie
haben zwar, nach westlichen Maßstäben, noch weniger Besitz. Aber
sie brachten eine Zufriedenheit mit ihrem Leben mit und in der Natur zum
Ausdruck, die mich sehr nachdenklich gemacht hat.
Hin- und Rückflug zwischen Deutschland und Kenia erfolgten mit LTU.
Unser erster Charterflug war unspektakulär... Deutlich mehr gibt es
von den bei Expedia gebuchten Flügen von und nach Nairobi zu berichten.
Sie sollten mit British Airways stattfinden. Doch diese Fluggesellschaft
strich die Verbindung, so dass uns Expedia mitteilte, dass der Flug mit Kenya
Airways erfolgen sollte. Ein Umschreiben der Tickets sei nicht notwendig,
wurde uns ausdrücklich mitgeteilt. Angekommen in Mombasa mussten wir
erleben, dass wir auf keinerlei Flug mit Kenya Airways gebucht waren und
unsere Tickets auch nicht anerkennt wurden. Wir mussten also neue Tickets
kaufen, um überhaupt von Mombasa nach Nairobi zu kommen. Erst dort fand
sich ein Schalter von British Airways (jener am Airport in Mombasa wurde
im Frühjahr 2005 geschlossen), so dass unser Rückflug-Ticket umgeschrieben
werden konnte. Es wurde dann auch von Kenya Airways anerkannt. Die Rückerstattung
der zusätzlich gekauften Flugtickets durch British Airways erfolgte
erst Monate nach unserer Rückkehr aus Kenia - und auch erst, nachdem
wir einen Anwalt eingeschaltet hatten. Ein derartiges Erlebnis hatten wir
auf allen unseren Flügen in den letzten Jahren noch nie.
Was uns in Kenia immer wieder auffiel: "Coca-Cola is everywhere"... Ob in
der Stadt oder auf dem Land: Die Erfrischungsgetränke dieser Company
waren wirklich überall zu bekommen...
Diese ungewöhnliche Transport-Methode fiel uns unweit des Lake Naivasha
auf. Dort steigt die Straße mehrere Kilometer lang auf weit über
2000 Meter an. Und diese fünf Männer hatten einen LKW gefunden,
der sie nach oben zog...
Auf
diesem alten, von der Sonne ausgebleichten und dreckigen Sessel wollten wir
nicht Platz nehmen - doch gehörte dieses Möbelstück noch zu
den Besseren, die die Amboseli Lodge zu bieten hatte. Nachdem alle anderen
Hotels während der Safari-Tour erstklassig waren, überraschte uns
dieses Negativ-Erlebnis sehr. Eigentlich sollten wir in der nahe gelegenen
Old Tukai Lodge übernachten. Sie aber war ausgebucht. Später erfuhren
wir, dass dies schon vielen Touristen vor und nach uns passiert ist. Der
Klassen-Unterschied der Hotels ist extrem. Im Zimmer erwartete uns dreckige
Bettwäsche, ein blutverschmiertes Handbuch, eingetretene Schranktüren...
....und am Morgen
nach dem Aufwachen sogar eine Schlange im Zimmer, die durch den hohen Türschlitz
ins Zimmer gelangen konnte. Leider war der Schock darüber so groß,
dass es von dem Reptil kein scharfes Foto gibt... Für diese (wohl durchaus
planmäßige) Fehlbuchung wurden wir später mit einer Schnorcheltour
am Diani Beach entschädigt - eine unvergessliche Nacht bleibt dieser
Aufenthalt dennoch!
Die Steakhaus-Kette Spur haben wir in Südafrika kennengelernt. Dort
waren wir mehrfach dort und genossen gutes Essen zu sehr günstigen Preisen.
In unserem Hotel in Nairobi, dem Holiday Inn, befand sich ein Spur-Restaurant,
das wir natürlich auch mehrmals besuchten. Das Essen war wiederum prima
- die Preise allerdings vergleichsweise hoch. Der Hintergrund: Während
sich die Restaurants in Südafrika bei den Preisen an den Einheimischen
orientieren und entsprechend günstig sind, liegt das Preisniveau in
Kenia auf jenem von Europa. Schließlich sind ohnehin nur Touristen
in der Lage, sich hier ein Essen zu leisten. Der Preis für ein Abendessen
hier entsprach in etwa dem Durchschnittseinkommen eines Kenianers...
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