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Big Bend Nationalpark

Big Bend Nationalpark
Der Big Bend Nationalpark liegt sehr abgelegen im Westen von Texas. Seinen Namen hat er von der großen Schleife des Rio Grande erhalten, der hier auch Grenzfluss zwischen den USA und Mexiko ist.


Im Rio
Grande Village des Nationalparks fanden wir einen schönen, schattigen und ruhigen Platz am Rand des Campgrounds..


Gleich vom Campingplatz aus liefen wir ein Stück in Richtung Rio Grande - und waren erst total unsicher: Das sollte dieser "legendäre" Rio Grande sein? Da war ja so gar nichts "grande"...


Später fuhren wir los. Zunächst zum Boquillas Canyon. Links USA, rechts Mexiko. Und das wenige Wasser dazwischen war tatsächlich der Rio Grande... Ganz heftig empfanden wir die vielen Hinweise, dass ein Übertreten der Grenze nicht erlaubt sei. Und auch das Kaufen von Andenken, die die Mexikaner hier über die Grenze bringen. Und auch nicht das Bezahlen der Gesänge, die von mexikanischer Seite herüberklingen... Heftig...


Richtig toll erlebten wir die Natur. Blühende Kakteen aus der Nähe...


...und blühende Kakteen vor dem Panorama der Berge im Zentrum des Nationalparks. Denn als nächste Station hatten wir uns das Chisos Basin vorgenommen. Die Strecke dorthin wird für Wohnmobile über 24 ft nicht empfohlen. Aber da es nicht verboten war, fuhren wir mit unserem 25-ft-Gefährt die am Ende recht kurvenreiche Strecke hinauf. Da aber wenig Verkehr (und folglich auch kaum Gegenverkehr) herschte, war das alles kein Problem...



Nahe der Chisos Mountains Lodge (übrigens der einzige Ort im ganzen Nationalpark, an dem ich ein Wireless-LAN entdecken konnte) gibt es diesen schönen Blick durch das "Window" hindurch. Dabei handelt es sich um ein "Loch" inmitten der Berge, die das Hochtal ansonsten umgeben.


Nach einigem Überlegen entschieden wir uns, die gut zweistündige Tour zum Window zu wandern. Dabei geht es zunächst bergab und rückwärts wieder bergauf. Nicht gerade ideal an einem Tag, an dem es immer wärmer wurde und die Wolken sich immer mehr verzogen.



Aber wir genossen die schöne Natur entlang des Wanderweges, auf dem recht wenige Leute unterwegs waren.



Abschließend gab es nochmal einen Blick in Richtung Window und ich staunte, wie sehr der sich verändernde Sonnenstand sich auf das Panorama auswirkte. Alles in der Ferne sah jetzt, am späten Nachmittag, deutlich kontrastreicher aus.


Am nächsten M
orgen nahmen wir Abschied vom Rio Grande Village und machten uns auf in den Südwesten des Parks, nach Castolon. Die Fahrt verlief zunächst problemlos, doch kurz vor Erreichen des Santa Elena Canyon ging zunächst gar nichts mehr. Bis dahin hatten wir unzählige Hinweise auf mögliche Überschwemmungen auf den Straßen gesehen - aber nie auch nur einen Tropfen Wasser. Jetzt war es soweit...

 
Schwer abzuschätzen war, ob das Wasser zu tief zum Durchfahren ist. Dann kamen die ersten Autos - allesamt SUVs... Wir schauten, wir tief sie ins Wasser "eintauchten" und wagten es schließlich, mit unserem WoMo bis zum Parkplatz nahe dem Canyon zu fahren.



Das lohnte sich durchaus! Hier liegt die linke Seite in Mexiko, die rechte in den USA. Und durch den niedrigen Wasserstand war es teilweise möglich, bis in die Mitte des Flusses zu gelangen. Waren wir also zumindest theoretisch für ein paar Sekunden in Mexiko?



Der Blick zurück aus dem Canyon - noch schien die Sonne. Aber es begann sich etwas zusammen zu brauen... Es wurde immer heißer...


Unser Thermometer zeigte über 36 Grad im Freien... Und die Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Kaum hatten wir uns auf dem Campingplatz in Cottonwood eingefunden, ging es los. Ein heftiger Sturm und prasselnder Regen.


Plötzlich entdeckten wir, dass es beim Nachbarn einen Ast in die Windschutzscheibe gehauen hatte. Und zwar so heftig, dass sie kaputt war... Was hatten wir für Glück! Wir überstanden diesen heftigen Sturm ohne Probleme. Aber durchaus mit der Sorge, was uns am nächsten Tag auf der recht langen Fahrt aus dem Park heraus erwarten würde...



Nach dem heftigen Unwetter vom Vortrag war die Straße zwischen unserem Campingplatz in Cottonwood und der Castelon/Santa Elena-Junction auf 22 Meilen gesperrt!



Wirklich Probleme gab es beim Fahren aber Gott-sei-Dank nicht. Ab und zu zeigte das Geröll in den Senken, was sich am Vorabend wohl abgespielt haben muss... Aber unterwegs begegnete uns ein Ranger, der sagte, wir könnten rausfahren, sollten aber die aufgestellten Sperren hinter uns wieder aufstellen...