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Grand Canyon

Grand Canyon
Unsere erste Station auf unserer Wohnmobil-Tour war der Grand Canyon. Zehn Jahre nach unserem ersten Besuch hier kamen wir erneut zu diesem Weltwunder.


Und wieder faszinierten uns die Ausblicke vom South Rim aus.


Nach einer richtig kalten Nacht auf dem Campground des Grand Canyon (ich kann nur jedem zu dieser Jahreszeit raten, einen warmen Schlafsack mitzunehmen! 5 Grad im Wohnmobil sind nicht wirklich angenehm, wenn die richtige Ausrüstung fehlt) erlebten wir heute einen fantastischen Tag mit strahlendem Sonnenschein..


Dann fuhren wir auf einen Parkplatz nahe der Maswik Lodge und wanderten los. Der South Rim ist ab hier für private Fahrzeuge gesperrt. So wanderten wir zunächst zum Maricopa Point. Es wurde allerdings immer milder und angenehmer. Und die Aussichten faszinierten uns so, dass wir nicht in den Bus einstiegen, sondern immer weiter liefen... Teilweise war noch etwas Schnee auf dem Weg, aber die meiste Zeit war das Laufen absolut problemlos möglich. Hier waren auch nicht so viele Leute unterwegs - meist nur an den Bushaltestelle und den Haupt-Aussichtspunkten. Insgesamt waren wir überrascht, wie voll es im Grand Canyon NP zu dieser Jahreszeit schon war. Nur den Weg zwischen dem Mohave Point und dem Pima Point absolvierten wir mit dem Bus, dann ging es weiter zu Hermits Rest, dem Endpunkt der "ausgebauten" Strecke am South Rim. Dann ging es mit dem Bus zurück zum Wohnmobil und dann ins Grand Canyon Village. Uns war nach einem Essen im Restaurant dort....


Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Bus zum South Kailab Trailhead. Hier beginnt die Wanderung zur Phantom Ranch am Fuß des Grand Canyon. Doch eine solche Extrem-Tour hatten wir uns nicht vorgenommen. Wir wanderten lediglich die 400 Höhenmeter hinter zur Cedar Ridge.



Allein diese 400 Höhenmeter waren hochinteressant. Oben liefen wir nämlich noch durch Schneefelder und im Schatten war es durchaus frisch. Doch schon bald wurde es wärmer und der Weg trocken. Insgesamt war es kein Problem, hier zu wandern und auf dem Weg war einiges los.


Nach dieser Tour fuhren wir noch das kurze Stück zum Yaki Point, um die Sonnenuntergangsstimmung hier zu erleben - begeistert von diesem tollen Tag am Grand Canyon und mit Vorfreude auf den nächsten Tag..


Die zweite Nacht am Grand Canyon war wärmer - wir konnten dank Stromanschluss heizen. Der Vormittag gehörte dann nochmals dem Grand Canyon. Dort besuchten wir zunächst einen Gottesdienst im "Shrine of the Ages". Es war eine recht kleine Baptistengemeinde und wir wohl die einzigen Touristen, die sich in den Gottesdienst verirrten.


Auch heute war es wolkenlos und es gab immer wieder tolle Einblicke in den Canyon.


Besonders toll fanden wir jene Haltebuchten, die direkt am Rim angelegt sind. Da konnten wir nicht widerstehen und legten eine verfrühte Mittagspause ein.



Denn wann hat man schon mal Gelegenheit, mit einem solchen Blick aus dem Fenster Spaghetti zu essen...


Wandertouren hatten wir uns für heute nicht mehr vorgenommen und so ging es nach dem Mittagessen recht schnell zum Desert View ganz im Osten des Nationalparks. Dort war ein rechter Rummel. Das witzigste Erlebnis hier: Wir saßen im hinteren Teil unseres Wohnmobils, als plötzlich jemand versuchte, die hintere Tür aufzuschließen. Das klappte nicht. Ich öffnete und ein Mann entschuldigte sich. Er habe das gleiche Wohnmobil gemietet. Und in der Tat stand zwei Plätze weiter ebenfalls ein C25 von Cruise America mit den gleichen aufgeklebten Fotomotiven...