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The Wave

The Wave
Die „Wave“ ist eine ganz besondere Steinformation nordwestlich von Page. Sie darf pro Tag nur von 20 Wanderern besucht werden. Die ersten 10 Permits werden per Internet vergeben. Da hatten wir Pech. Deshalb galt es, um 8.30 Uhr (Utah-Zeit, für uns also gefühlte 7.30 Uhr) an der Paria Ranger Station zu sein, um uns dort für die Verlosung der letzten 10 Permits für die "Wave" am nächsten Tag anzumelden. Um 8.10 Uhr waren wir schon dort - und mit uns schon deutlich mehr als 10 Leute. Unsere Hoffnungen schwanden mit jedem Auto, das da kam. Pünktlich um 8.30 Uhr wurde die Station geöffnet und alle füllten ihre Anmeldung aus. 63 Leute in 23 Gruppen... Für jede Gruppe wurde um 9 Uhr eine Kugel in die Lostrommel geworfen. Andrea hielt die Spannung nicht aus und ging ins Wohnmobil... Ich blieb in der Station und vernahm, dass wir die Kugel Nr. 6 bekamen. Eigentlich nicht meine Glückszahl... Aber an diesem Tag wurde sie es. Denn die erste Kugel, die gezogen wurde... war die 6!!! Wir hatten also unsere Permits und konnten uns auf den morgigen Tag freuen – der zugleich mein Geburtstag war! Ein schöneres Geschenk hätte es kaum geben können!


Obgleich die Anfahrt wirklich extrem war.
An den heftigsten Stellen war ich viel zu konzentriert, um ans Fotografieren zu denken. Insoweit spiegelt das Foto nicht im Entferntesten wieder, was wir da erlebt haben. 80 Minuten dauerte die Fahrt mit dem Wohnmobil, mehr als einmal dachte ich, dass es nicht weitergeht angesichts der tiefen Washes und der heftigen Spurrillen. Grad noch rechtzeitig vor der Dämmerung erreichten wir den definitiv abgelegensten Parkplatz der gesamten Reise. Und die Vorfreude kannte keine Grenzen mehr....


Mit den Permits hatten wir die Wanderbeschreibung bekommen, die uns recht problemlos zur Wave brachte. Unterwegs machten mir ein paar Schleierwolken Sorgen, doch sie hatten sich rechtzeitig verzogen und so standen wir voller Faszination schon um 9.15 Uhr in der Wave!




Diese Bilderfolge zeigt die Dimension der Wave wohl besonders gut.


Wir waren zwar nicht die ersten Wanderer hier an diesem Tag (eine Frau kam uns schon entgegen), aber wir waren während der folgenden Stunde, in der wir uns hier aufhielten, allein. Kein anderer der glücklichen Permit-Gewinner kam während dieser Zeit hier an.



Hier ein Blick von oben. Entstanden ist die Wave aufgrund eines Erosionsprozesses, der durch Wasser, Wind und Sand beschleunigt wurde.


Es ist wirklich kaum zu glauben, was die Natur hier geschaffen hat.


Nach einer Stunde kam plötzlich ganz heftiger Wind auf, nachdem es bis dahin windstill war. Durch die Wave flog feiner Sand, der fast schon weh tat auf der Haut. So beschlossen wir, uns auf den Rückweg zu machen. Der Wind brachte zudem weitere Schleierwolken, die die Sonne auch mehr und mehr bedeckten. Nun kamen uns auch andere Wanderer entgegen - überraschenderweise gleich mehrere Deutsche!  Wir waren total glücklich, dass wir so früh am Morgen dran waren - die Wave ohne den doch recht heftigen und störenden Wind sowie mit Sonne pur erlebt zu haben. Und dabei auch noch ganz für uns allein gewesen zu sein. Perfekt!!!.


Auch im Umfeld der Wave gibt es noch zahlreiche weitere sehenswerte Formationen.