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Chiricahua NM

Chiricahua National Monument
Als Zwischenziel auf der Fahrt von der Tucson Area nach New Mexico hatte ich das Chiricahua National Monument vor der Reise "ausgeguckt". So richtig wusste ich gar nicht, was uns dort erwartet. Etwas nervös war ich auf der Fahrt. Ich hatte gelesen, dass es dort nur einen kleinen Campingplatz gibt und ringsum keine Alternative. Und in der Tat: Als wir nach problemloser Fahrt ziemlich genau um 12 Uhr dort ankamen, da gab es auf dem Campground nur noch einen einzigen Stellplatz! Der Ranger konnte es selbst nicht glauben und er erlaubte uns, den Platz für uns zu reservieren, obwohl er eigentlich nur für Fahrzeuge bis 22 ft ausgeschildert war. So hatten wir den Platz für die Nacht sicher und machten uns den Bonita Canyon Drive entlang auf zum Massai Point.  


Hier oben nutzten wir den schönen Parkplatz zunächst zum Mittagessen. Leider wehte ein recht kühler Wind, so dass wir im Wohnmobil blieben zum Essen. Aber dann ging es los!


Aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeit entschieden wir, zunächst den Massai Nature Trail zu laufen und dann hinüber zum Echo Canyon Trail.


Mit jedem Schritt begeisterte uns die eigentümliche Landschaft mehr und mehr.


Immer wieder gab es besondere Felsformationen, balancierende Felsen und vor allem viel Ruhe! Das begeisterte mich total! In dem riesigen Gebiet begegneten uns nur wenige Menschen und das genoss ich heute total. Leider nahte der Abend und so verbot es sich, die große Schleife mit dem "Heart of Rocks Loop" und dem Big Balanced Rock Trail zu wandern.


Nachdem wir auf dem Weg zurück zum Massai Point eine deutsche Familie getroffen hatten und die uns vom "Heart of Rocks" vorschwärmte, waren wir fast schon entschlossen, spontan den morgigen Tag nochmals hier im Chiricahua NM zu verbringen. Endgültig wurde diese Überlegung, als wir am Abend den Ranger nochmal trafen und er uns erzählte, dass es am Morgen einen kostenlosen Shuttle-Bus vom Campground zum Massai Point gibt. Denn so ist es möglich, die Wanderung weitgehend ohne anstrengende Steigung zu machen.


So fuhren wir also am nächsten Morgen mit dem Shuttle-Bus zum Massai-Point und wanderten von dort zunächst
den Ed Riggs Trail und den Mushroom Rock Trail entlang..


Unser erstes Ziel war der Inspiration Point, von wo aus ein weiter Blick über die Landschaft möglich war.


Aber auch unterwegs gab es vom Weg aus immer wieder tolle Blicke. Und das Wetter spielte heute auch mit. Strahlend blauer Himmel und endlich auch kein so nerviger kalter Wind. Einfach perfekt!



Weiter ging es auf dem Big Balanced Rock Trail. Das hier war er noch nicht, toll anzusehen war aber auch dieser Fels...



Aber jetzt! Leider habe ich mir nicht notiert, wie viele Tonnen er wiegt. Es war aber richtig viele...


Nicht minder beeindruckend, dass im Hintergrund noch die schneebedeckten Berge zu sehen waren. Denn wir hatten es an diesem Tag richtig schön warm.


etzt tauchten wir ein in das "Heart of Rocks". Überall der Mix aus Wald und Fels. Und auch heute waren wir weitgehend allein unterwegs. Hier trafen wir eine Familie aus der Schweiz, mit der wir ein Stück lang gemeinsam wanderten. Die drei sind ein halbes Jahr durch Nordamerika und Hawaii unterwegs. Wow, die machen es richtig! Beneidenswert, wer beruflich so eine Pause einlegen kann!

  
Immer wieder gab es nun besondere Felsformationen zu sehen, denen irgendwer Namen gegeben hat: Hier zum Beispiel "Punch and Judy"...

 
Hier die "Duck on a Rock" - zweifellos ein Highlight...


Und schließlich die "Kissing Rocks"...

 
Nachdem wir den "Heart of Rocks Loop" gleich zweimal gelaufen sind, machen wir uns auf den Weg nach unten zum Campground. Rund 6 Kilometer liegen vor uns. Schön sind auch die...


Auf dem Campground machen wir zunächst eine Pause, fahren später aber noch zur Faraway Ranch. Hier haben schwedische Siedler Ende des 19. Jahrhunderts eine Farm aufgebaut, die später eine Gäste-Ranch wurde. Ich mag solche Orte, die zeigen, dass Menschen fernab vermeintlicher Zivilisation ein gutes Leben hatten.