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Reisenotizen
Sechs
Woche dauerte unsere Reise – fast drei Tage davon gingen
für An- und Abreise drauf. Einige Tage verbrachten wir in
Sydney. Den größten Teil der Zeit bestimmte aber die
Fahrt mit dem Wohnmobil unseren Aufenthalt. Fünf Wochen
waren wir damit unterwegs.
Auf den
ersten Blick war alles bestens mit dem Wohnmobil. Leider zeigten
sich dann doch einige Probleme. So konnten wir keine zwei Nächte
in Folge auf einem Standplatz verbringen – denn ohne Fahrt
entlud sich die zweite Batterie, so dass der Kühlschrank
nicht mehr funktionierte. Einmal fiel auch die Auflade-Technik
aus – trotz längerer Fahrt sank die Spannung immer
weiter ab. Probleme gab es auch beim Hahn für das Abwasser:
Er brach ab, so dass ich das Ventil mit einem Schraubenschlüssel
öffnen und schließen musste. Der Mehrpreis für
das Apollo-Fahrzeug gegenüber dem älteren „Cheaper
Camper“-Modell des gleichen Anbieters hatte sich also nicht
gelohnt.
Besonders
in Westaustralien überraschten uns solche Parkplätze.
Sie sind für das Übernachten konzipiert und kostenlos.
Leider waren sie nicht wirklich zahlreich...
Eine
wesentliche Einschränkung bei der Fahrt mit dem Wohnmobil
betraf die Nebenstrecken. Sie sind in Australien oftmals nicht
asphaltiert. Somit war ein Befahren nicht nur verboten, es war
auch wenig ratsam. Die kurzen Abschnitte im Bereich der
Campingplätze waren abschreckend genug. Wer die „Gravel
Roads“ über eine längere Distanz nutzen will,
sollte in jedem Fall ein Allrad-Fahrzeug nutzen.
Dieses
Schild war ein ständiger Begleiter auf der gesamten Reise:
Australien hat offenbar eine große Panik davor, dass zu
viele Camper das Land vollstellen – was schwer vorstellbar
ist angesichts der enormen Größe des Landes... Immer
wieder wurden wir so auf teure Campingplätze gezwungen. Und
die waren nicht immer eine Augenweide. Oftmals waren sie
überfüllt, laut und nicht wirklich sauber...
Wenige
Male schaute ich in eine Tageszeitung. Der „West
Australian“ bot sich da besonders an, weil unsere Zeitung
zuhause der „West Allgäuer“ ist...
Das Geld
war durchaus immer wieder ein Thema auf dieser Reise. Der
Wechselkurs des australischen Dollars zum Euro war nahe seinem
Höchststand. Gerade einmal 1,25 Dollar bekamen wir für
einen Euro. Das machte das Reisen in dem ohnehin teuren Land noch
etwas teurer. Gleichgültig ob Supermarkt, Restaurant oder
Tanken: Die Urlaubskasse wurde immer sehr belastet.
Dieses
kleine Kästchen hat mich fasziniert. Es kostete 80 Dollar
(inklusive 5 GByte Datenvolumen) und versorgte mich in der Folge
nahezu überall mit einer Internet-Verbindung. Darin steckt
nämlich ein Mobilfunk-Empfänger, der wiederum ein
Wireless-LAN erzeugt. Mit meinem Notebook konnte ich auf dieses
WLAN und damit auf das Internet zugreifen. Das war sogar auf den
meisten Campingplätzen möglich – sofern sie
mittels Mobilfunknetz versorgt waren. Dann stand dem Blick auf
die Wettervorhersage, dem E-Mail-Schreiben oder dem Nachrichten
lesen nichts mehr im Weg.
In
Richtung Exmouth überquerten wir nicht nur den südlichen
Wendekreis und befanden uns ganz „offiziell“ in den
Tropen. Wir wurden auch darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns
in einem Gebiet befinden, in dem Wirbelstürme (hier Zyklone
genannt) auftreten. Während unserer Zeit in Australien
überquerte mit „Rusty“ auch ein solcher
Wirbelsturm den nördlichen Teil. Zu diesem Zeitpunkt
befanden wir uns gerade in Denham und erlebten eine sehr windige
Nacht – damit aber nur harmlose Ausläufer des Sturms.
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