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    Joshua Tree Nationalpark
Joshua Tree Nationalpark
Bei der Planung unserer Route durch den Südwesten fiel er mir beim Blick in die Karte ins Auge: Zwischen Lake Havasu City und Palm Springs, zwei Übernachtungsstationen, liegt der Joshua Tree Nationalpark. Ein Blick in den Reiseführer machte deutlich: Hier sollten wir wirklich Station machen. Die wenigen Stunden dort wurden letztlich zu einem absoluten Highlight, obgleich wir weder den erwarteten blauen Himmel noch Temperaturen von 40 Grad und mehr erlebten, die zu dieser Jahreszeit wohl durchaus üblich sind.
Die Fahrt zum Joshua Tree NP führte uns über die CA 62, eine teilweise fast menschenleere Strecke durch die Wüste. Umso erstaunter waren wir über Twentynine Palms. Dieser Ort inmitten der Wüste bietet von der Tankstelle bis zum McDonald's alles, was Zivilisation in den USA bedeutet. Wir fuhren ein kleines Stück zurück zum Nordeingang des Parks. Die üblichen 10 Dollar Eintritt mußten wir nicht bezahlen, da wir am "Geburtstag" des Parks (am 25.August) vor Ort waren - ein netter Zufall.

Den Namen verdankt der Nationalpark den Joshua-Bäumen, die nur in dieser Gegend wachsen. Typisch für sie sind die weit ausgestreckten Äste. Nicht minder typisch für den Park sind die Felsen. Den kleinen Abstecher zu den "Jumbo Rocks" sollten Sie unbedingt einplanen. Selten bin auch ich selbst so begeistert über Felsen geklettert. Riesig türmen sie sich hier auf. Und das raue Material lädt zum Klettern wirklich ein. Die (deutsch sprechende!) Mitarbeiterin des Visitor Centers nahe Twentynine Palms hatte nicht zuviel versprochen!

Teilweise kilometerweit säumen die Joshua Trees die Straßen durch den Park. Dabei zweigten wir noch zweimal von der Hauptstraße, die im weiten Bogen zum Westeingang führt, ab. "Key's View" beeindruckte uns sehr. Dieser in 1576 Meter Höhe gelegene Aussichtspunkt ermöglicht einen tollen Ausblick über Täler, Berge und Wüstenlandschaft. "Hidden Valley" kann als Ausgangspunkt zu kleineren Wanderungen genutzt werden.
Kein Foto kann ich vom größten Erlebnis bieten, das wir im Nationalpark hatten. Wir hatten wohl die Gewitterwolken im nahen Umfeld registriert und im Info-Blatt von "fließenden Gewässern" gelesen. Wie das praktisch aussehen kann, erlebten wir urplötzlich. Da hatte sich quer über die Straße ein Fluß breitgemacht. Die Park Ranger waren schon vor Ort. Sie wagten es, fuhren durch das Wasser und gaben uns dann Tipps, dass wir möglichst langsam durch das Wasser fahren sollten. Und es klappte tatsächlich. Wir waren dem "Ertrinken in der Wüste" entronnen... :-) 

Faszinierend war die Tierwelt. Hier ist es eine frei laufende Schildkröte, die wir beobachten konnten. Aber auch zahlreiche Präriewölfe (Kojoten) querten unseren Weg. Die instinktive Angst war unbegründet. Diese Fleischfresser jagen zwar alles in der Wüste, machen um den Menschen aber doch einen Bogen. Einige Präriehasen rundeten den Einblick in die Tierwelt der Wüste ab.
Nahe dem Ort Joshua Tree verließen wir den Nationalpark wieder und kehrten auf die US 62 zurück. Von hier aus ging es dann nach Palm Springs.