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Legoland
Gleich aus mehreren Gründen war ich auf Legoland in Carlsbad, rund fünf Meilen von Oceanside entfernt, sehr gespannt. Wir hatten 1998 nur die Baustelle dieses neuen Freizeitparks gesehen, eröffnet wurde das "Legoland California" erst 1999. Zwischenzeitlich war in Deutschland die Entscheidung gefallen, nur anderthalb Fahrstunden von unserem Heimatort entfernt ein Legoland in Deutschland zu bauen. Das erhöhte natürlich die Spannung, wie so ein Legoland nun aussieht. Und da waren natürlich Erinnerungen an die eigene Kindheit, in der Lego-Steine eine sehr große Rolle gespielt haben!
Und obwohl das nun bei unseren Kindern auch wieder der Fall ist, war ich schließlich auch gespannt, wie sich ein Freizeitpark rings um die Legosteine nun präsentiert, um einen rundum gelungenen Tag zu ermöglichen.

Da waren zunächst natürlich die vielen Nachbauten im "Miniland". Es konzentriert sich im Legoland California auf amerikanische Bauwerke. Und da konnten wir einiges in Miniatur entdecken, das wir in den letzten Jahren bereits in Natura gesehen hatten. So beispielsweise San Francisco und Washington. Besonders beeindruckend in diesem Teil waren aber die riesigen Nachbauten der Skyline von New York und die (mit dem Kopf nickende) Freiheitsstatur.
Spektakuläre Bahnen hat das Legoland nicht zu bieten. "Coaster"-Feeling kommt allenfalls bei "The Dragon" auf. Möglicherweise auch beim "Spellbreaker", doch diese Bahn fuhr, als wir das Legoland besuchten, nicht. Recht gemütlich geht's bei drei verschiedenen Fahrten auf dem Wasser zu. Dennoch begeisterte der Tag im Legoland vor allem auch unsere Kinder. Ihnen hatte es z.B. die "Driving School" angetan, bei der zunächst einige Grundbegriffe zum Verhalten im Straßenverkehr vermittelt wurden. Anschließend ging es zu kleinen Elektro-Autos (im Lego-Look) und es durfte gefahren werden - streng nach den Regeln versteht sich.
Sehr interessant waren die 45 Minuten im "Lego Mindstorms"-Bau. Hier konnte ein kleines Roboter-Fahrzeug gebaut werden. Das Ziel war es, dieses Fahrzeug mit Hilfe eines PCs so zu programmieren, dass es einen bestimmten Weg entlang fahren und Bälle in einen Korb werfen sollte. Und obgleich wir zunächst dachten, hier seien die Grenzen für uns aufgrund der Sprachbarriere erreicht, steuerte auch unser Fahrzeug am Ende den richtigen Weg entlang... Ein Tipp hierzu: Obgleich wir einen Tag im Legoland erwischten, an dem der Park nicht allzu voll war, mußten wir uns für den Mindstorms-Bereich eine Stunde vorab anmelden. Es stehen nämlich immer nur 16 Plätze zur Verfügung.

Kleine Shows und ein Action-Karussell über dem Wasser rundeten den äußerst positiven Eindruck von diesem Park ab. Es geht also auch ohne wilde Achterbahnen! Die Mischung aus Lego, Wasser, Lernen und Schauen begeisterte uns. Hier werden die Erwartungen der Kinder offenbar voll erfüllt.
Nur zwei Punkte haben wir negativ registriert: Lego-Produkte gibt es im angeblich größten Lego-Shop der USA auch nur zu Originalpreisen. Kein besonderes Produkt, das sich Neffen mitbringen ließe, war zu finden. Und zur Mittagszeit ärgerten wir uns über das offenbar noch nicht ganz eingespielte Team am Hamburger-Stand. So lange haben wir auf ein Fastfood-Mittagessen definitiv noch nie gewartet. Das war's an negativen Punkten aber auch schon.