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Death
Valley
Neben den Tagen
im Yosemite Nationalpark war unser Aufenthalt im Death Valley zweifellos
einer der Höhepunkte unserer diesjährigen Reise. So ganz anders
war die Natur hier, aber nicht minder beeindruckend. Endgültig bin
ich hier zum "Wüsten-Fan" geworden, erlebte Stille und Einsamkeit
wie wohl noch nirgendwo.
Wir kamen über
den Highway 136/190 aus Richtung Westen (Lone Pine) in den Nationalpark.
Schon lange vor der offiziellen Nationalpark-Grenze ist hier nichts mehr
- keine Häuser und kaum Pflanzen. Ein erstes landschaftliches Highlight
sind die Sanddünen unweit von Stovepipe Wells Village. Wir kamen mittags
an und Temperaturen von 44 Grad Celsius beantworteten schnell die Frage,
ob wir ein wenig in den Sanddünen wandern sollten... Ein wenig Sahara-Atmosphäre
war aber auch aus der Distanz zu verspüren.
Wir übernachteten
zweimal innerhalb des Death Valley Nationalparks. Das ist, wie wir mitkriegten,
im Sommer durchaus selten. Die meisten Touristen kommen von Las Vegas und
fahren an einem Tag durch das Death Valley. Das mag zeitlich möglich
sein - wir sind dankbar, dass wir mehr Zeit hatten, die Eindrücke
"aufzusaugen". Als Quartier wählten wir die Furnace Creek Ranch. Sie
vermittelt ein vollständiges Oasen-Feeling. Hunderte von Palmen gibt
es hier und sogar einen Golfplatz! Die Preise in den beiden Restaurants
sind extrem hoch (das Steak für 33 Dollar werden wir wohl nie vergessen
- Bedienung, Steuer und Getränke gehen extra!), die Zimmerpreise im
Sommer durchaus akzeptabel. Der Swimmingpool ist riesig - aber kaum eine
Erfrischung. Bei Temperaturen von bis zu 50 Grad im Schatten (und den gibt
es hier nicht) heizt sich das Wasser schnell auf. Einen "Wüstenzuschlag"
müssen Sie auch beim Benzin einkalkulieren. Während wir auf unser
weiteren Reise meist unter 1,60 Dollar pro Galone zahlen mussten, waren
es im Death Valley über 2 Dollar.
Die Kulisse rund
um die Furnace Creek Ranch ist gerade bei Sonnenauf- und -untergang beeindruckend.
Die Ranch selbst liegt unter dem Meeresspiegel, in Sichtweite sind aber
Gebirgsketten, die auf über 1600 Meter hinaufreichen. Zweimal starteten
wir von Furnace Creek aus zu Ausflugsfahrten innerhalb des Nationalparks.
Am Morgen des zweiten
Tages fuhren wir zunächst zum Zabriskie Point (Foto oben). Er zeigt
besonders eindrucksvolle "Gebirgsfalten". Auch hier gilt wieder mein Tipp:
Gehen Sie ein paar Meter vom eigentlichen Aussichtspunkt weg und Sie werden
allein sein. Allerdings sollten Sie nicht zu weit gehen und das Wasser
nicht vergessen, das hier ohnehin Ihr ständiger Begleiter sein sollte.
Auch Sie werden staunen, wie oft Sie zur Wasserflasche greifen werden!
Weiter ging es durch
den "Twenty Mule Team Canyon". Wenn Sie nicht zu sehr Angst um Ihr Auto
haben, sollten Sie diesen Umweg in jedem Fall machen. Diese Einbahnstraßen-Schotterpiste
hat es wirklich in sich!
Weiter ging es zu
Dantes View. Dieser Aussichtspunkt liegt in einer Höhe von 1677 Metern
über dem Meeresspiegel. Und der Blick geht hinunter auf Badwater...
...den tiefsten
Punkt, den Sie mit dem Auto im Death Valley erreichen können. Er liegt
85 Meter unter dem Meeresspiegel. Hier werden (inoffiziell) die heißesten
Temperaturen im gesamten Death Valley registriert. Wir waren jedoch am
Vormittag hier und stellten keinen persönlichen "Rekord" auf.
Irgendwo da draußen,
einige Kilometer von Badwater entfernt, ist das Death Valley übrigens
noch tiefer. Wer die Salzpiste entlangwandert, erreicht irgendwann 86 Meter
unter dem Meeresspiegel und damit den tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre.
Wir haben angesichts der Hitze darauf verzichtet und kehrten zunächst
auf die Furnace Creek Ranch zurück...
Eine zweite Ausflugsfahrt
hatten wir eigentlich gar nicht eingeplant, aber sie wurde zu einem besonderen
Erlebnis. Auf der Fahrt nach Norden zu "Scotty's Castle" erlebten wir die
Einsamkeit pur. Nachdem wir den Highway 190 verlassen hatten, begegneten
uns auf den 53 Kilometern nach Norden mit Sicherheit weniger als 10 Autos.
Scotty's Castle ist ein in den 1920er Jahren erbautes Privathaus, das inzwischen
Teil des Nationalparks ist. Die Architektur ist zweifellos überraschend.
Mehr als sie hat mich hier aber das "Oasen-Feeling" fasziniert. Nach 50
Kilometern Fahrt durch die Wüste steht da plötzlich ein Haus
mit Strom und Wasser, spenden Palmen Schatten. Hier warten ein kleines
Museum, ein Andenkenladen und sogar eine kleine Bar. Da wir nahezu allein
waren, war die Szenerie perfekt. Scotty's Castle - für mich der Inbegriff
einer Zivilisationsoase inmitten der Wüste.
Unweit von Scotty's
Castle liegt der Uhehebe Crater. Er ist vor rund 1000 Jahren durch einen
Vulkanausbruch entstanden und misst 722 Metern im Durchmesser. Wer (wie
meine Frau) noch nie Vergleichbares gesehen hat, ist zweifellos beeindruckt.
Während unseres
Aufenthalts im August 2001 fast eine Standard-Temperatur: 44 Grad Celsius
zeigte das Außenthermometer unseres Mietwagens an. Das galt für
den Schatten, den es allerdings nur wenig im Death Valley gibt. Als Spitzenwert
registrierten wir einmal 46 Grad - verzichteten allerdings auf einen weiteren
Schnappschuss.
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