Yosemite National Park
In diesem Jahr wollten wir eigentlich gar nicht in den Yosemite Nationalpark kommen. Doch nicht zuletzt der Schneefall im Bryce Canyon führte dazu, dass wir noch zwei Tage Zeit hatten für einen „Abstecher“. Es wurde natürlich viel mehr, denn vor allem das Yosemite Valley gehört zum Beeindruckendsten, was der amerikanische Südwesten zu bieten hat!
Heftig war allerdings die Anfahrt. Mitte April waren die meisten Passstraßen über die Sierra Nevada noch gesperrt – insbesondere der Highway 120, der direkt in den Yosemite Nationalpark führt. So fuhren wir rund 1000 Kilometer an einem Tag, um unmittelbar vor Einbruch der Dunkelheit hier anzukommen.

Eine große Wanderung hatten wir uns ausgesucht – und waren überrascht, dass sie möglich war. Sie führte nämlich rund 1000 Höhenmeter vom Tal hinauf, immer in der Nähe zu den Upper Yosemite Falls, zum Yosemite Point auf 2114 Metern. Dort hatten wir mit deutlich mehr Schnee gerechnet.

Der Yosemite Creek war vom Schmelzwasser gut gefüllt, was für einen beeindruckenden Wasserfall sorgte, der unweit dieser Stelle...

...ins Tal donnern. Das tun sie in drei Abschnitten über 739 Meter tief – so dass die Yosemite Falls zu den höchsten Wasserfällen der Erde gehören.

Vom oberen Ende der Yosemite Falls aus ist es noch eine halbe Stunde zum Yosemite Point, der einen tollen Ausblick über das Yosemite Valley bietet – und hinüber zum Half Dome, den markanten Felsen, auf den wir 2010 gewandert sind. Damals verunglückte ein Wanderer am gleichen Tag tödlich, was mit dazu geführt hat, dass inzwischen nur noch eine festgelegte Zahl von Wanderern auf den Half Dome darf – und dies auch erst, wenn eine Kette hierfür angebracht wird. Das ist im Frühjahr meist im Mai der Fall.


Das Foto oben zeigt den "Tunnel View". Er befindet sich kurz vor einem Tunnel am Highway 41, der Richtung Wawona und zur Mariposa Grove führt. Dort warten riesige Mammutbäume auf Entdeckung.

Wir verbrachten die zweite Nacht im Nationalpark auf dem Campingplatz nahe Wawona, um dann am Morgen eine kurze Wanderung durch den Bereich der Mammutbäume unternehmen zu können.

Die hohen, dicken Bäume haben es mir angetan.

Doch dann ging es noch einmal zurück ins Yosemite Valley. Diesen Ausblick hatten wir beim Mittagessen, das dank Wohnmobil mitten im Tal stattfand.

Das ist „El Capiton“, eine rund 1000 Meter hohe Felswand am Beginn des Yosemite Valley.

Hier ist links El Capitan zu sehen und rechts der Bridalveil Fall, der im April 2012 ebenfalls viel Wasser führte. Dazwischen der Merced River, der durch das Valley fließt.

Und einmal mehr begeisterte uns das Reisen mit dem Wohnmobil: Ganz spontan, ohne Vorab-Reservierung, war der Aufenthalt hier zustande gekommen und wir hatten alles dabei, was wir brauchten – und geradezu unglaubliche Standplätze, zumindest am Tag. Die Campingplätze im Yosemite Nationalpark enttäuschten uns allerdings ein wenig. Recht viel Geld für herunter gekommene Plätze...